Um Feuchte messen zu können, muss das Messgerät wissen, was "trocken" bedeutet !
Alle >350 Estrichproben wurden im konstanten 20/55-Klima belassen, und dann bis zum Erreichen des 42°C-AFW = 0,0 %, künstlich getrocknet.
3.) 1 Messergebnis kann nicht repräsentativ für die Gesamtfläche sein,
...weil nicht nur unterschiedlich feuchte Estrich-Mischungen vorliegen, sondern auch unterschiedliche Verdichtungen und Schichtdicken. Mehrere (zerstörungs-freie) Messergebnisse zeigen einen Überblick über den Rest-Feuchte-Gehalt einer Estrichschicht.
Entsprechend dieser Auflistung (nur 3 von 12) müssen Vergleiche zwischen Material-zerstörenden, und zerstörungs-freien Messmethoden hinken, die eigentlich nur Eines darstellen sollen :
Wie viel Feuchte will noch raus ??? (...die mein Gewerk später schädigen kann)
Estriche, die mit Zusatzmitteln hergestellt sind, können mit Material-zerstörenden Feuchte-Messmethoden NICHT gemessen werden, weil die zerstörende Messtechnik (z.B. CM-Messmethode) das Zusatzmittel nicht "aufschliessen", und den dort "gebundenen" Wasser-Anteil (der bei Temperatur-Anstieg trotzdem verdampfen will) nicht erkennen kann !
Dies ist der Grund für häufige Feuchteschäden, die bei "guten" 1,4 CM-% Belege-Feuchte aufgetreten sind.
Estrich-Feuchte messen | CM-Methode | KRL-Methode | DNS-Methode |
Wie erkennt man Rest-Feuchte-Mengen im Baustoff ? | Die gefährliche Restfeuchte-Menge wurde vor der Messung 'zerstört'.
| Feuchte entweicht VOR der Messung, und stellt sich im geschlossenen Bohrloch nur sehr träge wieder ein. | zerstörungs-frei, misst auch den Wasserdampf in den Baustoff-Poren ! |
Welche Umgebungs-Temperatur ist zur guten Feuchte-Messung erforderlich ? | Gerät und Probe möglichst über 10°C, aber unter 25°C. | Sensor und Probe dauerhaft 20°C. | zwischen -40°C und +80°C. |
Welche Messmethode ist zugelassen ? | Bauart-rechtlich NICHT zugelassen ! | NICHT anerkannt. | Stand der Technik. Anerkannte Regel der Technik und des Fachs. |
Welche Messmethode wird, von welcher Stelle, 'anerkannt'? | Gerichte 'anerkennen' (manchmal) das CM-Mess-Ergebnis - aber nicht die CM-Methode. Im Schadensfall zählt nicht, ob CM-gemessen wurde, sondern wer den Schadensfalll zu verantworten hat. | Das KRL-Mess-Ergebnis kann nicht 'anerkannt' werden, weil es keine genaue Referenz-Methode gibt. | ...muss nicht 'anerkannt' werden, weil es bei Beachtung der vorgegebenen DNS-Grenzwerte keinen Feuchteschaden geben kann. |
Ist elektronisch so gut wie CM ? | Calcium-Carbid kann die Wassermenge nicht messen ! CC kann das Wasser nur zu Acetylen-Gas vergasen lassen ! | Ist elektronisch willkürlich kalibriert. Sensor-Toleranz +/-1,0 %. Temperatur-Sensibilität : 1°C = 5 % r.F.-Schwankung. | Baustoffe werden mit elektro-magnetischen Kräften (Wasserstoffatom-"Anker") "zusammen-gehalten" ! Elektro-magnetische Kräfte kann man nur mit elektrischen Feldern, zerstörungs-frei messen ! |
Feuchte kann man nur messen, wenn man weiss, was "trocken" ist ! | 2,0 CM-% = 2,5 L / 1 m² / 5-cm-Estrich. ...aber wieviel CM-% wäre 'trocken' ? | 85 % relative Luftfeuchte = wieviel Wasser bei welcher Temperatur ??? | DNS-Messgeräte "kennen" den ungefährlichen 20°C-Ausgleichsfeuchte-Wert der meisten Estrich-Sorten ! |
Gelten 2,0 CM-% für ALLE Zementestrich-Sorten ? | ja, laut BEB und IBF können die meisten Zementestriche aber auf 1,0 CM-% austrocknen, und dabei ca.1,5 L Wasser gefährlich verdampfen lassen, wenn sie bei 2,0 CM-% "erlaubt" belegt werden ! | Test-Ergebnisse : Zeigt bei 60 % r.-F.-Umgebung 1,7 Gew.-% (15°C) 2,4 Gew.-% (25°C) 2,6 Gew.-% (40°C). | G-814 zeigt den ungefährlichen 20°C-Ausgleichsfeuchtewert, (grün/gelb-Wert) und mögliche Belege-Reife-Werte (gelb-Werte) für unterschiedliche Belags-Arten. |
Messgenauigkeit bezogen auf ... | Wasser / Zement / Zuschlagstoff-Gewicht = max.20 % | Wasser / Temperatur / Baustoff-Zusammensetzung- Gewicht = max.60 % | Proben-Gewicht = >98 % |
Wie genau ist eine Feuchtemessung an Estrichen mit Zusatzmittel ? | Estriche mit Zusatzmittel können mit zerstörenden Messmethoden NICHT beurteilt werden, weil das im Zusatzmittel 'gebundene' Wasser nicht erkannt wird. (gefährlich niedriges CM-Messergebnis) | Luftfeuchte-Entwicklung verringert sich wenn Estrich-Teile in Zusatzmittel-'Häutchen' eingelagert sind. (gefährlich niedriges CM-Mess-Ergebnis !) | G-814 "kennt" die Wechsel-Wirkungen der meisten Zusatzmittel mit entsprechenden Bindemitteln, und zeigt den Ausgleichsfeuchte-(Belege-Reife-)Sollwert |
Wann ist vergüteter Estrich belege-reif ? | Herstellerangaben (CM-%) | Luftfeuchte-Verhältnisse ändern sich (auch in der Estrich-Oberfläche) ständig. | Wenn unter Nutzungs-Bedingungen kein Wasser mehr daraus verdampfen will. |
Wie viel Wasser ist 2,0 CM-% ? - oder 85 % r.F. ? | 2,5 L / 1 m² / 5-cm-Estrich. | 85 % relative Luftfeuchte = wie viel Wasser, bei welcher Temperatur ??? | DNS-Messgeräte zeigen den ungefährlichen Soll-Wert, damit daran der gemessene, gefährliche Wasser-Anteil beurteilt werden kann ! |
Was ist besser ? | 1 (von 5 notwendigen) fragwürdige, zerstörende, Messung ? | 1 (von 5 notwendigen) fragwürdige, zerstörende, Messung ? | 5 Messungen in 10 Sekunden. |
Estrichfläche 20 m² Feuchteunterschiede bis zu 2 %. | ??? | ??? | überall ! |
Wie viele Messungen ? | Auf 100 m² 1 CM-Messung ! | noch nicht festgelegt. | im 20-m²-Raum = 4 Estrich-Mischungen = 5 DNS-Messungen |
Markierter Messpunkt im Heizestrich ?? | 2 pro Raum ??? (wenn überhaupt) | der markierte Messpunkt ist schon 'entfeuchtet'. | Egal – gemessen wird überall ! |
10 cm dicker Estrich | Querschnittsmessung mit CM ? 16,66 g von oben 16,66 g von mitte 16,66 g von unten ??? | in 4 cm Tiefe 65%r.F. in 6 cm Tiefe 75%r.F. in 8 cm Tiefe 85%r.F.! | Wasser und Wasserdampf aus 25 cm (bzw.bis zur (trockenen) Dämmschicht wird gezeigt. |
Wie gross wird das Loch ? | ??? | 10 mm MIT Randzonen-'Abdichtung' durch Bohrmehl ! | DNS misst Estrich-Masse im Querschnitt. |
Gemessene Estrichmasse | = 50 cm³ | unbekannt. | = 350 cm³ |
Wieviel Feuchtigkeit geht VOR der Messung "flöten" ? | bis zu 0,4 % | unbekannt. | Rest-Feuchte wird nicht 'frei-gesetzt'. |
Anhydritestrich messen | 3 Messungen ??? | in 4 cm Tiefe 45%r.F. in 6 cm Tiefe 55%r.F. in 8 cm Tiefe 65%r.F. | Querschnittsmessung ! |
Querschnittsmessung | nicht realistisch | nur Querschnitts-Messung. | NUR Querschnitts-Messung ! |
Wasserdampf | nicht gemessen. | nur Wasser-Dampf. | mitgemessen. |
Luftfeuchtigkeit | ??? | entscheidend für die Bohrloch-Feuchtigkeit. | wird VOR der Messung automatisch "aus"-kalibriert. |
Kosten 1 Messung | = ca. € 30,- | = in Schweden € 200,--. | = € 00,04 |
Dauer 1 Messung | = 1800 Sekunden (30 Min.) | im Bohrloch mind. 10 Std. Im PVC-Beutel nach 72 Tagen Versuch abgebrochen ! | = 2 Sekunden |
Wirtschaftlichkeit | 1 Messung ca. € 30,- | mehrere Anfahrten ca. € 200 ? | 30 Messungen in 5-Min.-Baustellen-Besuch. |
Wiederholungsmessung | nicht wirklich möglich. anderes Loch ! | 'die feuchte Luft ist schon raus' ! | jederzeit möglich (durch Bauherrn / Lehrlinge) |
wasserführende Rohre | ??? | ??? | egal – werden NICHT mit-gemessen ! |
Gerätekontrolle auf Baustelle | sauberes Gerät ? Dichtung i.O.? Manometer genau ? | r.F.-Sensor ist nach wenigen Messungen verschmutzt und ungenau. | Funktions-Nachweis am Prüfblock im Bereitschafts-Koffer. |
Waage Genauigkeit | 1 % (bei 51 g Einwaage = 0,2% Messfehler) | muss nicht gewogen werden. | n.a. |
Calciumcarbidmenge (ergibt mit Wasser = Acetylen-Gas) | zwischen 5,5 und 7 Gramm | kein Calciumcarbid erforderlich. | n.a. |
grobe Kieselsteine im Estrich | aussieben ! - bis zum 1-mm-Sand. | verringern die Luftfeuchte-Entwicklung im Bohrloch. | auch Beton mit 32-er Korn messen |
alle Stahl-Kugeln ? | 4 St. | N/A | DNS-Messgeräte verfügen über stabilen Messfeldwandler. |
Dichtung in Ordnung | ??? | Bohrloch und PVC-Beutel können nicht gut 'abgedichtet' werden ! | Dichtungen sind was für Denker ! |
wie lange schütteln | 2 + 1 + kurz | nicht bewegen ! | nicht schütteln ! |
Handschuhe wegen Körperfeuchte | ??? | man müsste die KRL-Messung unter einer abgedichteten Glocke vornehmen. | das DNS-Messgerät ist nicht schmutzig ! |
Explosionsgefahr ? | Raucher / Carbid | n.a. | n.a. |
Messergebnis – Manipulation durch | feuchte Hände, Spucke, kürzere, längere Wartezeit. | Umgebungs-Temperatur, Umgebungs-Luftfeuchte, Sensor-Temperatur. | O-Ton Beton-Hersteller : 'das DNS-Mess-Ergebnis ist zu genau - und damit für uns kontra-produktiv ! |
Darr-% = Material-zerstörend !
Die Trocknungs- oder "Darr"-Prüfung ist (für den minimalen Ausschnitt der Estrich-Masse) dann genau, wenn die Estrich-Masse trocken ist !
Die Estrich-Masse muss erst in Stein "verwandelt" (hydratisiert) sein, bevor sich eine prüfbare Ausgleichs-Feuchte-Menge eingestellt hat.
105°C-Trocknungs-Prüfungs-Ergebnisse können den überschüssigen Anmach-Wasser-Anteil NICHT darstellen, weil diese Prüfungen stets während der Härtungs-Phase angewandt werden.
CM-% = Material-zerstörend !
Die CM-Messmethode ist eine Baustoff-, und damit Feuchte- (Wasser-Dampf-)-zerstörende Messmethode, weshalb die CM-Mess-Ergebnisse "nicht mit Trocknungs-Prüf-Ergebnissen verglichen werden können". (O-Ton CM-Bedienungs-Anleitung).
Der bekannte Umrechnungs-Faktor von CM-% + 1,5 = Darr-% "passt" nur im Bereich des Belege-Reife-Zustands (den niemand beziffern kann !), und wenn die Darr-Prüfung (siehe auch Darr-Prüfung oben) bei 105°C an CEM-I-Bindemittel angelegt wurde !
KRL (Korrespondierende Relative Luftfeuchte) - zerstörend !
Mit dem DNS-G-815-Messgerät kann man auch Luft-Feuchte-Messungen im Bohrloch oder in einem PVC-Beutel durchführen, jedoch sollten die r.F.-Mess-Ergebnisse NICHT für die Beurteilung des Rest-Feuchte-Gehaltes einer Estrich-Mischung herangezogen werden !
Die wichtigsten Gründe :
Der KRL-Sensor kann werksseitig nicht genau genug kalibriert werden ! (Messgenauigkeit +/- 1% r.F.)
1°C Temperatur-Schwankung während der (Langzeit-?) Messung = 5 % r.-F.-Unterschied.
Die KRL-Messmethode weist ähnliche Messfehler-Möglichkeiten auf, wie die CM-Messmethode.
(... mehr...).
DNS-% zerstörungs-frei !
DNS-Mess-Ergebnisse basieren auf Baustellen-gerechten Härtungs/Trocknungs-Verlauf-Kurven, die für jede Baustoff-Mischung am DNS-Feuchte-Messgerät hinterlegt wurden.
Da diese Trocknungs-Verlauf-Kurven zunächst bei 20°C ermittelt, und danach bei 42° künstlich getrocknet, hergestellt wurden, bezeichnen wir DNS-Denzel-Mess-Ergebnisse als "DNS-%".
